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20th of October 2018

Digital



Apple macht in der Produktpolitik weiterhin nur Trippelschritte

Von der Gehäusegrösse über die Medienmitteilung bis zum Verkaufspreis: Die Unterschiede zwischen dem ein Jahr alten iPhone X und dem iPhone Xs, das es seit Freitag zu kaufen gibt, sind minim. Wiederum wird dieses Gerät in der Medienmitteilung als das «fortschrittlichstes iPhone aller Zeiten» enthusiastisch gefeiert, wiederum beträgt der Preis für die einfachste Variante eines iPhone-X-Smartphones 1200 Franken.

Die einzige Neuerung ist, dass, wer will, jetzt für ein iPhone sehr viel mehr Geld ausgeben kann: In der Version Xs Max mit einem 6,5-Zoll-Bildschirm und einer Speicherkapazität von 512 GByte kostet das Gerät 1740 Franken. Ein weiterer Unterschied zum iPhone X vom Vorjahr: Die Lieferfristen sind kurz, die Käufer müssen sich je nach Ausstattung nur ein paar Tage gedulden. Vor einem Jahr betrugen die Lieferfristen mehrere Wochen.

Es gibt das iPhone Xs in zwei unterschiedlichen Grössen, das kleinere Gerät entspricht äusserlich dem Vorgängermodell und besitzt einen Bildschirm, der in der Diagonale 5,8 Zoll (14 Zentimeter) misst. Das iPhone Xs Max kann 2688 mal 1242 Pixel darstellen. Bei beiden Smartphones beträgt die Pixeldichte 458 Pixel pro Zoll (ppi).

Apple rückt in der Medienmitteilung eine verbesserte Kamera und den leistungsfähigeren Chip in den Mittelpunkt. Zwar hat sich die Auflösung der beiden Sensoren der Hauptkamera nicht verbessert, Apple will aber dank «grösseren» und «tieferen» Pixeln bei der Bildqualität zugelegt haben.

Interessant ist die Art und Weise, wie dieses Kamerasystem mit dem Thema High Dynamic Range (HDR) umgeht. HDR ermöglicht es, durch die Kombination von zwei Aufnahmen den Dynamikumfang eines Bildes zu erhöhen. Beim iPhone Xs ist ab sofort jedes Bild eine Kombination von mehreren Aufnahmen, wobei die einzelnen Bilder aber auch separat weiterverarbeitet werden können.

Diese von Apple «Smart HDR» genannte Funktion verdankt sich der gesteigerten Leistung des A12-Chips. Dieses «system on a chip» umfasst neben dem Zentralprozessor (CPU) eine Grafikeinheit (GPU) und eine Neural Processing Unit (NPU). Die CPU wurde von Apple auf der Basis eines Designs von ARM gestaltet; sie umfasst sechs Prozessorkerne und soll um 15 Prozent schneller sein. Bei der GPU soll die Geschwindigkeitssteigerung 60 Prozent betragen.

Die NPU, die es etwa für die Gesichtserkennung oder für die Interpretation von gesprochenen Äusserungen braucht, soll neunmal so leistungsfähig sein wie jene der Vorgängerversion. Die Batterie des kleinen iPhone Xs soll 30 Minuten, diejenige des grösseren Modells 90 Minuten länger durchhalten.

Vergleicht man die Datenblätter der jüngsten iPhones mit den Spezifikationen der wichtigsten Konkurrenzprodukte, beispielsweise von Samsung oder Huawei, fällt auf, dass die kalifornische Firma – etwa bei der Auflösung der Kamera oder bei der Batterieleistung – zurückfällt. Trotzdem sind die Apple-Smartphones mehrere hundert Franken teurer als die Android-Geräte. Dieser Aufpreis ist dem Design und dem Markennamen geschuldet – ob diese Eigenschaften ihr Geld wert sind, muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden.

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