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23rd of January 2018

Digital



Briefing

Man kann einen grossen Auftritt an der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zwar haargenau vorbereiten – und muss dennoch improvisieren, falls es die Umstände erfordern. Eigentlich wollte Richard Yu, der Chef des Consumer-Business-Bereichs von Huawei, im Rahmen seiner CES-Keynote nicht nur die Vorzüge des neuen Top-Smartphones Mate 10 Pro preisen, sondern auch gleich einen Deal mit einem der grossen US-Mobilfunkanbieter verkünden.

Es kam anders als geplant. Die Verhandlungen des chinesischen Konzerns mit AT&T, die sich monatelang hingezogen hatten, sind kurz vor dem Markt-Start des Handys in den USA gescheitert. Und das gerade zur CES, der alljährlich wichtigsten Veranstaltung der Tech-Branche zu Beginn des Jahres.

Laut Medienberichten soll politischer Druck ausschlaggebend gewesen sein. Im Dezember hatten Ausschüsse des US-Kongresses bei der Regulierungsbehörde FCC offenbar Sicherheitsbedenken angemeldet. Schon in den letzten Jahren waren Befürchtungen laut geworden, über die Smartphones könnten amerikanische Bürger ausspioniert werden.

Dabei ist insbesondere der Vertrieb über einen Telekommunikationspartner entscheidend für die ehrgeizigen Pläne des Apple-Herausforderers aus China. Huawei will mit dem Spitzenhandy, das mit einem speziellen Prozessor für künstliche Intelligenz ausgestattet ist, auf dem wichtigen US-Markt Marktanteile erobern und vor allem den Marktführern Samsung und Apple auf den Leib rücken.

Überraschend machte Yu in Las Vegas den geplatzten Deal mit US-Telekommunikationsunternehmen am Ende seiner Rede zum emotionalen Höhepunkt. Eine schlichte Einblendung des Satzes «Something I Want To Share» («Ich möchte noch etwas mitteilen») machte die Bühne frei für ein paar nicht im Skript stehende und deutlich wütende Worte.

Rund 90 Prozent der Smartphones werden laut dem Huawei-Smartphone-Chef über die Netzbetreiber verkauft. Dass Huawei das nicht könne, bezeichnete er als grossen Verlust insbesondere für die Verbraucher. Dabei habe Huawei in den letzten Jahren doch nachhaltig bewiesen, dass das Unternehmen für Qualität, Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre stehe, wetterte Yu.

Huawei lanciert das Mate 10 Pro nun am 18. Februar für 799 Dollar in den Staaten. Verkauft wird es unter anderem von Partnern wie Amazon, Best Buy oder Microsoft. Ohne die wichtigen Netzanbieter wird der grosse Durchbruch des neuen Top-Modells jedoch erst einmal auf sich warten lassen.

Da wird selbst «Wonder Woman»-Schauspielerin Gal Gadot wenig ausrichten können, die Huawei als Markenbotschafterin für seine Marketing-Kampagne verpflichten konnte.

In Europa ist das Huawei Mate 10 Pro bereits seit Ende letzten Jahres auf dem Markt.

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