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14th of November 2018

Kultur



US-Wahl in der ARD: „Maischberger“-Gäste nennen Grund für Trumps Pöbeleien

„Kongresswahlen: Was macht Donald Trump, wie reagiert die Welt?“, lautete das Thema bei Sandra Maischberger. Zu Gast waren Julian Reichelt („Bild“), Klaus Brinkbäumer („Spiegel“), Klaus von Dohnanyi (SPD), Gayle Tufts (Entertainerin) und (zugeschaltet) Helene von Damm (ehem. US-Botschafterin).

Die Runde bei Sandra Maischberger hat sich am Mittwochabend mit dem Ergebnis der Zwischenwahlen in den USA beschäftigt. Trumps Macht ist durch den Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus beschnitten, aber wie wird sich das in der Realität auswirken? Und wird Trump seinen Politikstil ändern (müssen)? Darauf weist bislang nichts hin – im Gegenteil.

„Spiegel“-Redakteur Klaus Brinkbäumer verweist auf die für die USA einmaligen Zustände unter Trump: „So ein Chaos hat es im Weißen  Haus noch nie gegeben“, es herrsche unter allen Mitarbeitern ein Klima der Angst. Diese These Brinkbäumers bestätigte sich direkt nach der Wahl erneut, als der US-Präsident sich seines unliebsamen Justizministers Jeff Session entledigte und in der Pressekonferenz in noch nie dagewesener Weise einen CNN-Reporter anpöbelte.

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Dass ein Impeachment-Verfahren gegen Trump jedoch auch nicht unbedingt eine Lösung für die USA und die Welt sein kann, macht Klaus von Dohnanyi deutlich: „Stellen sie sich mal vor, es würde ein Amtsenthebungsverfahren gelingen, dann sind sehr viele bewaffnete Leute in den USA bereit, daraus Konsequenzen zu ziehen“, so der ehemalige Regierende Bürgermeister von Hamburg und Mitglied der Atlantik-Brücke. Trump habe die Waffenlobby unterstützt, und die Konsequenzen daraus könnten bürgerkriegsartige Zustände sein, falls die Demokraten Trump entmachten wollten. 

Aus den Äußerungen von „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt spricht hingegen immer ein Quäntchen Bewunderung für den US-Präsidenten. Dieser habe als Dealmaker bisher mehr erreicht als der in Europa so beliebte Barack Obama, findet Reichelt mit Blick auf Trumps weltpolitische Auftritte. Außerdem sei Trumps Politik in den USA nicht so schlecht angekommen, wie man in Deutschland glaube. Interessanter als diese eher provokanten Äußerungen ist Reichelts Prognose für die nächsten zwei Jahre: Eine Zusammenarbeit Trumps mit den Demokraten sei nicht unwahrscheinlich, denn: „Er liebt nichts mehr als den Deal“, gibt sich Reichelt als Trump-Versteher.

Wird Trump erneut gewählt werden?

Was die Midterms für die Präsidentenwahl in zwei Jahren bedeutet, wird von den Gästen sehr unterschiedlich bewertet. „Jetzt ist eher wahrscheinlich, dass Trump in zwei Jahren wiedergewählt wird“, sagt Reichelt. Ein demokratischer Gegenkandidat sei nicht in Sicht. Brinkbäumer ist optimistischer und verweist auf das Repräsentantenhaus. Er hofft, dass Trump nun endlich seine Steuererklärung abgeben muss.

Maischberger Trump nach Wahl 1

Die Runde bei „Maischberger“

Einen Blick hinter die republikanischen Kulissen gewährt die aus Washington zugeschaltete Helene von Damm. Die gebürtige Österreicherin ist Mitglied der Republikaner und war unter Ronald Reagan US-Botschafterin in Wien. In ihrer eigenen Partei wird sie allerdings derzeit eher als Verräterin gesehen, seit sie öffentlich verkündete, für die Demokraten votiert zu haben. Trump hält sie für „unwählbar“.

Interessant ist ihre Erklärung für Trumps Politikstil und seine scheinbar unkontrollierten Ausbrüche: das Reality-Fernsehen, konkret Trumps Show „The Apprentice“. Denn dort habe Trump gemerkt: „Je schlechter er sich benimmt, je mehr er die Leute beschimpft, desto höher gehen seine Ratings“.

Diese These wird auch von Gayle Tufts gestützt. Die Deutsch-Amerikanerin ist zunächst einmal froh, dass es nach den Wahlen ein politisches Gegengewicht zum Präsidenten geben wird. Sie habe den Glauben an ihre Landsleute wiedergewonnen. Diesen stellt sie aber insgesamt ein schlechtes Zeugnis aus: Trump spiele immer eine Rolle – die des Dealmakers, des schlimmen Arbeitgebers und so weiter – und die Amerikaner würden ihm das abnehmen und für bare Münze nehmen. „There is no business like show business“, meint die Entertainerin.

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