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24th of January 2018

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Mercedes: Die A-Klasse wird zum iPhone unter den Autos - WELT

„Nein, Ihr Platz ist vorne rechts!“ Wer in diesen Tagen mit Werner Preuschoff unterwegs ist, erlebt ihn von seiner strengen Seite. Der Mercedes-Mann gehört zum Entwicklungsteam der neuen A-Klasse, in seinem Prototypen lässt er keinen anderen ans Steuer. Schließlich dauert es noch bis Februar 2018, bis die dritte Generation des Bonsai-Benz enthüllt wird, und noch einmal ein paar Wochen, bis der Verkauf beginnt.

Doch auf ein Detail des neuen Autos ist Preuschoff so stolz, dass er die sonst übliche Geheimhaltung aufhebt und schon mal zur Mitfahrt einlädt: das Infotainment-System. Nachdem Mercedes die Konkurrenz bereits mit dem mittlerweile von der C- bis zur S-Klasse verbauten Widescreen-Cockpit düpiert hat, legen die Schwaben ausgerechnet bei ihrem kleinsten Modell noch einmal nach und statten es als Erstes mit der neuen sogenannten MBUX-Plattform aus.

Diese „Mercedes-Benz User Experience“ soll die A-Klasse zum Star der Generation Smartphone machen und hat ein ähnliches Kultpotenzial wie das iPhone unter den Handys. Sie lässt nicht nur Konkurrenten wie den BMW 1er und den Audi A3 alt aussehen, sie legt auch die E- und S-Klasse unter Staub.

Das Infotainment-System Mercedes-Benz User Experience (MBUX) soll sich durch künstliche Intelligenz und ein intuitives Bedienkonzept auszeichnen Das Infotainment-System Mercedes-Benz User Experience (MBUX) soll sich durch künstliche Intelligenz und ein intuitives Bedienkonzept auszeichnen

Quelle: Daimler

Das liegt nicht allein daran, dass jetzt auch der Mini-Mercedes den riesigen Bildschirm aus der S-Klasse bekommt, auf dem dank des schnellsten Prozessors der PS-Welt Grafiken laufen, wie man sie selbst auf einem Tablet nur selten zu sehen bekommt. Es liegt auch nicht daran, dass die Mannschaft von Gorden Wagener noch schönere Themenwelten kreiert hat, die man noch individueller gestalten kann.

Das liegt vor allem an der neuen Sprachsteuerung. Denn so wie Apple mit Siri arbeitet und Amazon mit Alexa, so gibt es künftig auch in der A-Klasse einen Sprachassistenten, mit dem die bisherige Sprachsteuerung in die Steinzeit verbannt wird. Wer das System mit „Hey Mercedes“ aufweckt, der muss keine Befehle mehr aufsagen, sondern plaudert munter drauflos – und bekommt immer die passende Antwort.

Egal ob der Fahrer nach dem Wetter in Paris fragt, nach einem Restaurant in Paderborn oder ob er einfach nur die Sitzheizung anschalten oder die Temperatur absenken möchte. Selbst E-Mails oder Kurznachrichten diktiert man mit dem virtuellen Assistenten genauso schnell und gut wie mit Siri & Co.

Der Assistent beherrscht schon 13 Sprachen

Natürlich kann man das alles auch weiterhin mit einem Schalter machen, von denen unter der Tarnfolie noch immer genügend zu erkennen sind. Und für den Marsch durch die Menüs gibt es neben dem neuen Touchscreen auch die Blackberry-Tasten aus der E-Klasse im Lenkrad und ein neues, riesengroßes Touchpad auf dem Mitteltunnel.

Doch warum drücken, drehen oder berühren, wenn man auch einfach sagen kann, was man möchte. Dabei erweist sich der Mercedes-Assistent in jeder Hinsicht als besonders weltgewandt. Das polyglotte Genie beherrscht schon zum Start 13 Sprachen.

Noch getarnt, dennoch kann man erkennen, dass die Scheinwerfer etwas kleiner sind als beim Vorgänger. Markteinführung ist im April 2018 Noch getarnt, dennoch kann man erkennen, dass die Scheinwerfer etwas kleiner sind als beim Vorgänger. Markteinführung ist im April 2018

Quelle: Daimler

So viel Projektleiter Preuschoff mit dem neuen Infotainment für das Renommee der A-Klasse auch getan hat, der Chef der Baureihe müsste ihm eigentlich böse sein. Denn für das eigentliche Fahrzeug, das von seinem Vorgänger keine einzige Schraube übernommen hat, das unter der Tarnfolie ein bisschen weniger expressiv aussieht als bisher und das innen etwas mehr Platz bietet als zuvor, scheint sich kaum noch einer zu interessieren.

Von den Motoren und dem Fahrwerk ganz zu schweigen. Aber beim iPhone fragt ja auch am Anfang kaum jemand nach der Akkulaufzeit, der Sprachqualität oder der Telefonfunktion.

Natürlich ist das schade, denn ein Auto kaufen selbst Nerds nicht nur zum Surfen, sondern auch zum Fahren. Sonst würde ihnen ein Simulator reichen. Aber hier und heute ist das für mich ein schöner Trost. Dann stört es nämlich auch nicht, wenn ich nur auf den Beifahrersitz darf.

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