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24th of January 2018

Auto



Broder: Das E-Auto ist ein einziger großer Denkfehler - WELT

Beginnen wir das neue Jahr mit einer guten Nachricht: Der Marktanteil der Elektroautos hat sich verdoppelt. Von etwa 0,7 im Jahr 2016 auf 1,4 Prozent im Jahr 2017. Die schlechte Nachricht: Von den 600 Millionen Euro, die der Bund als Prämie für den Kauf von umweltfreundlichen Autos ausgelobt hat, wurden bis jetzt 65 Millionen abgerufen, elf Prozent der bereitgestellten Fördersumme.

Das Programm, vor anderthalb Jahren gestartet, soll noch weitere anderthalb Jahre laufen. Aber schon jetzt sei abzusehen, so ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes, dass die Mittel nicht bis zum Ende der Förderung ausgeschöpft sein werden.

Für jene, die den Glauben an die Marktwirtschaft noch nicht verloren haben, ist auch das eine gute Nachricht. Man kann die Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen. Bis zu 4000 Euro Prämie beim Kauf eines E-Autos mögen ein Argument sein, aber eben nicht das entscheidende.

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Kein anderes Produkt ist so gehypt worden wie das E-Auto, bis hin zu dem von der Deutschen Post gebauten Streetscooter. Was haben wir uns alle mit Jubelmeldungen überschlagen: „Der Logistikriese zeigt der Autowelt, wie Elektromobilität geht.“ „Der gelbe Flitzer der Post kommt immer besser in Fahrt.“ Der Lieferwagen sei so begehrt, dass ein „zweiter Produktionsstandort“ gebaut werden müsse; eine „globale Expansion“ werde geprüft.

Die Meldungen über den Wundertransporter der Post wollten nicht aufhören, bis in der WELT ein Bericht über Zusteller erschien, die Angst haben, den Streetscooter zu nutzen, weil der Paketwagen mitten auf der Strecke liegen bleibt.

Die Reichweite sei zu gering, die Heizung unzuverlässig. Ein Betriebsrat der Post wurde mit dem Satz zitiert, der Streetscooter sei „ein billiges Lieferauto“, das „nicht fertig ausgereift“ sei, es wäre besser gewesen, „man hätte das Fahrzeug erst einmal ausreifen lassen und zu Ende entwickeln sollen, anstatt so zu tun, als sei es ein ordnungsgemäßes Auto“.

Und genau darin liegen sowohl das Problem als auch die Erklärung für die Zurückhaltung der Käufer. Das E-Auto stellt die normalen Entwicklungsprozesse auf den Kopf. Bei einem Hausbau fängt man mit der Kanalisation, dem Strom- und Wasseranschluss an. Beim E-Auto ist es umgekehrt. Man haut ein Produkt raus und kümmert sich dann erst um die notwendige Infrastruktur.

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Wobei die Reichweite und die Dichte der Ladestationen nicht das einzige Problem sind. Bei der letzten Konferenz des Chaos Computer Clubs wurde auch bekannt, dass die „Ladekarten derart unsicher sind, dass von der Nutzung derzeit abzuraten ist“. Es sei nicht nur „möglich, Strom auf fremde Rechnung zu laden“, die Betroffenen „dürften es sehr schwer haben, einen Missbrauch nachzuweisen“.

Vielleicht ist Missbrauch das falsche Wort. Es ist eher eine Vergesellschaftung der Betriebskosten, nachdem die Herstellung und der Absatz der E-Autos mithilfe staatlicher Förderung bereits teilweise vergesellschaftet wurden.

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