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13th of November 2018

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Aufbruch zum Mond - Hintergründe zum Film | SWR Wissen

Armstrong und Aldrin hissen amerikanische Flagge auf  dem Mond

Der Film "First Man - Aufbruch zum Mond" zeigt die Geschichte der ersten Mondlandung. Wie erst vor kurzem bekannt wurde, sind die amerikanischen Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins im Juli 1969 nur knapp einer Katastrophe entgangen.

Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, gehört zu den größten Helden des 20. Jahrhunderts. Der Film "First Man - Aufbruch zum Mond" erzählt aus Armstrongs Leben und von den Konflikten und Problemen, mit denen er während seiner legendären Mission mit Apollo 11 konfrontiert war.

Warum fiel die Wahl auf Neil Armstrong als „First Man“? Wie groß war das Risiko des Scheiterns der ersten Mondlandung wirklich? Wie sind die Astronauten und ihre Familien, die NASA und die US-Regierung mit diesem Risiko umgegangen?

Gefährliches Raumfahrtprogramm der USA

Das Drehbuch zum Film basiert auf der offiziellen Biografie des Historikers James R. Hansen und beleuchtet auch die dramatischen Ereignisse des amerikanischen Raumfahrtprogramms zwischen 1961 und 1969.

1962 wurde Neil Armstrong unter 300 Bewerbern für das Astronautenprogramm der USA ausgewählt. Er galt als kaltschnäuzig, reaktionsschnell und bester Pilot der gesamten Astronautentruppe. Viele seiner Kollegen im Space-Programm der NASA ließen in der Folgezeit ihr Leben, sie explodierten mit der Raumkapsel oder stürzten mit Überschallgeschwindigkeit ab.

Hoher Preis für Fußabdruck auf dem Mond

Neil Armstrong überlebte als einer der wenigen des sogenannten Gemini-Programms, das dann in die Apollo-Mission mündete. Armstrong schaffte es, auch in scheinbar ausweglosen Situationen im All das Richtige zu tun. Das tat er auch bei der Mondlandung, als er die Landefähre in den letzten Sekunden per Hand steuerte und so eine Katastrophe verhinderte.

Am Ende durfte er als erster Mensch für die gesamte Menschheit den Mond betreten und seinen Fußabdruck im Staub hinterlassen. Dafür wurde allerdings ein hoher Preis bezahlt. Zahlreiche Astronauten starben im Vorfeld bei Tests der NASA.

Kugelschreiber verhindert Katastrophe bei der Mondmission

Die Mondlandefähre Eagle wäre beim deutschen TÜV wohl durchgefallen. Nach den ersten Tests hatte Apollo-Astronaut James Lovell erklärt: "Die Anzahl der Mängel an diesem Vehikel übertraf selbst die Vorstellungskraft der größten Pessimisten bei der NASA."

Auch den Apollo11- Astronauten waren die Probleme bekannt. Edwin Aldrin hatte seinen Freunden kurz vor dem Start noch mitgeteilt, dass die Chancen für seine Heimkehr nur bei rund 60 Prozent liegen würden. Da ahnte er allerdings noch nicht, dass sie die Landefähre auf dem Mond mit einem Kugelschreiber würden starten müssen, weil der Schaltknopf für die Zündung der Triebwerke abgebrochen war.

Trauerrede für Astronauten war schon vorbereitet

Die NASA und die US-Regierung hatten das Scheitern der Mission und den Tod der Astronauten wohl bewusst einkalkuliert. Für US-Präsident Nixon gab es sogar schon eine vorbereitete Trauerrede, für den Fall eines Scheiterns der Mission. In dieser Trauerrede heißt es u.a.:

"Das Schicksal hat bestimmt, dass die Männer, die zum Mond geflogen sind, um ihn friedlich zu erforschen, dort in Frieden ruhen werden. Diese mutigen Männer, Neil Armstrong und Edwin Aldrin, wissen, dass es keine Hoffnung für sie gibt..." und weiter: "In der Antike schauten die Menschen zu den Sternen, um in ihren Konstellationen ihre Helden wiederzuerkennen. Heute ist das nicht viel anders, nur sind unsere Helden Menschen aus Fleisch und Blut. Andere werden folgen und ihren Weg nach Hause sicher finden. Die Suche des Menschen wird nicht vergeblich sein. Aber diese Männer waren die Ersten, und in unseren Herzen werden sie die Ersten bleiben. Weil jeder, der in der Nacht zum Mond hinaufblickt, wissen wird, dass nun ein kleiner Flecken einer anderen Welt für immer der Menschheit gehört."

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