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18th of July 2018

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Verbot der Regenbogenfahne in Russland umgangen

Sechs Streifen in knallbunten Farben: Die Regenbogenflagge ist das wohl bekannteste Symbol der LGBT-Bewegung. Und ist damit in Russland verboten. Im Jahr 2013 verabschiedete der WM-Gastgeber ein Gesetz, das „ homosexuelle Propaganda“ verbietet – und darunter fällt auch das Tragen von LGBT-Symbolen wie der Regenbogenfahne. Wer das Gesetz missachtet, dem drohen Geldstrafen von umgerechnet mehr als 10.000 Euro.

Sechs Aktivisten aus Europa und Lateinamerika, die zur Fußball-WM nach Moskau gereist sind, haben nun einen genialen Weg gefunden, trotzdem öffentlich Flagge zu zeigen. Sie flanierten einfach in den jeweiligen Trikots ihrer Heimatländer Spanien (Rot), Niederlande (Orange), Brasilien (Gelb), Mexiko (Grün), Argentinien (Blau) und Kolumbien (Lila) durch die Stadt – und bildeten so eine Regenbogenfahne. Die Bilder und Videos der Aktion fluten derzeit die sozialen Medien.

in russia, the act of displaying the LGBT flag in public can get you arrested. so these 6 activists from latin america resorted to creativity: wearing uniforms from their countries' football teams, they turned themselves into the flag and walked around moscow with pride. ️‍ pic.twitter.com/7Q2HgLemzh

— gabi (@harleivy) 8. Juli 2018

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Regenbogenfahne bei der Fussball-WM 

Rund 40 Jahre nachdem der US-Amerikaner Gilbert Baker die Regenbogenflagge als Zeichen der Solidarität mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) entworfen hat, setzten die sechs jungen Fußballfans nun ein mutiges Zeichen – ohne zu wissen, wie die russische Polizei oder Passanten reagieren würden. Seine Motivation für die Teilnahme erklärt der brasilianische Aktivist Eloi Pierozan gegenüber der Website „Pride.com“ so: „Ich komme aus einer sehr konservativen Familie in einer Kleinstadt in Brasilien. Für mich und meine Schwester, die auch lesbisch ist, war es dadurch nicht immer einfach. Deshalb war ich so begeistert, Teil dieses unerwarteten Regenbogens zu sein.“

Und viele User zeigen sich begeistert von der #TheHiddenFlag-Aktion. Eine schreibt etwa: „Wir sind so stolz auf diese Aktivisten.“

Keine Probleme nach #TheHiddenFlag-Aktion

Entgegen aller Befürchtungen schlugen den sechs Teilnehmern keine Aversionen seitens der russischen Bevölkerung entgegen. Sie besuchten öffentliche Plätze wie die orthodoxe Kathedrale in Moskau, fuhren mit der U-Bahn und standen direkt neben russischen Polizisten. „Während unseres fünftägigen Besuchs gab es keine Anzeichen ernster Gefahr, niemand bedrohte uns“, beschreibt die Teilnehmerin Marta die Situation gegenüber der „BBC“-Radiosendung „Newsbeat“. „Die meisten Menschen waren sehr nett zu uns, insbesondere Touristen, die uns als Gleichgesinnte ansahen. Wahrscheinlich wäre es aber ein wenig anders gewesen, wenn sie gewusst hätten, was wir taten.“

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