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20th of October 2018

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Besuch Steinmeiers: Griechen fordern hunderte Milliarden Euro

Der Besuch des deutschen Bundespräsidenten in einem ehemaligen griechischen Konzentrationslager stößt eine alte Debatte an: Griechenland fordert Reparationszahlungen.

Athen - Die griechische Regierung lässt nicht locker: Deutschland soll nun endlich Entschädigungen in Milliardenhöhe für die Zeit der deutschen Besatzung zahlen. Die Bundesregierung sieht ihre Schuld jedoch schon längst beglichen. Erneut angestoßen wurde die Debatte durch den Besuch des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eines ehemaligen Konzentrationslagers am Donnerstag in Griechenland. 

In dem Lager unweit von Athen wurden während der deutschen Besatzungszeit (1941 bis 1944) rund 25.000 Menschen interniert. Außerdem wurden 60.000 bis 70.000 griechische Juden durch weitere Attacken der Nationalsozialisten ermordet. Der Bundespräsident bat im Rahmen dieses Besuchs nun um Verzeihung für die von den Nazis verübten Gräueltaten. Deutschland dürfe diese Schuld nicht vergessen, ungeachtet unterschiedlicher Rechtspositionen, meinte Steinmeier mit Bezug auf die umstrittenen griechischen Reparationszahlungen. 

Griechisches Parlament fordert mehrere Milliarden Euro

Der Vorwurf der griechischen Regierung wird nun wieder laut: Deutschland wäre seinen Reparationszahlungen nicht nachgekommen. Die Griechen fordern nun Rückzahlungen in der Höhe von rund 270 Milliarden Euro. Die Regierungspartei Syriza stützt sich dabei auf einen von ihnen in Auftrag gegebenen Bericht. Hinzu kommen noch Rückforderungen eines Kredits, den die Griechen den Nationalsozialisten damals als „Besatzungsausgaben“ zahlen mussten, der sich vermutlich auf mehr als zehn Milliarden Euro beläuft. 

Deutschland hat dazu eine klare Meinung: Durch Abkommen im Jahr 1960 und 1990, das sogenannte „Zwei-plus-Vier-Abkommen“, habe die Bundesrepublik ihre Schuld beglichen. Der griechische Regierungschef Alexis Tspiras meinte hingegen vor einer Woche, es sei eine „historische Pflicht“, die Rückzahlungen von Deutschland einzufordern. Im Gespräch mit dem deutschen Bundespräsidenten am Donnerstag äußerte sich Tspiras jedoch nicht zu der jüngsten Debatte. 

Ob die geforderten Reparationszahlungen nun ein Schlagabtausch zwischen Berlin und Athen bleiben oder ob sich daraus eine diplomatische Krise entwickeln könnte, bleibt abzuwarten.

Lesen Sie auch: Athen: Reparationsforderung für Kriegsschäden weiter möglich

AFP/mef

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