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19th of October 2018

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Hurrikan "Michael" erreicht zweithöchste Stufe 4

Update 10.10.2018, 12:15 UhrBehörden warnen vor "extrem gefährlichem" Sturm : Hurrikan "Michael" erreicht zweithöchste Stufe 4

Wieder bedroht ein Hurrikan die Küste der USA. Der Wirbelsturm „Michael“ könnte meterhohe Sturmfluten und schweren Regen mitbringen.

Mit Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern nähert sich Hurrikan "Michael" der Westküste Floridas.Mit Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern nähert sich Hurrikan "Michael" der Westküste Floridas.Foto: dpa

Hurrikan „Michael“ ist kurz vor seinem Eintreffen an der Küste von Florida in die zweithöchste Kategorie vier hochgestuft worden. Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnte auf Twitter: „Die äußeren Regenbänder erreichen langsam die Küste. Das ist ein lebensbedrohliches Ereignis für Teile der nordöstlichen Golfküste.“ Der Wirbelsturm sollte am Mittwoch bei Panama City Beach an dem „Panhandle“ genannten nordwestlichen Zipfel Floridas auf Land treffen und Sturmfluten von teilweise fast vier Metern bringen.

Der Wind habe in den vergangenen Stunden zugenommen, das Auge des Sturms sei kleiner geworden, sagten Meteorologen auf CNN. Gegen 13 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) sollte der Hurrikan dem Sender zufolge auf Land treffen. Das Hurrikan-Zentrum hatte auf seiner Webseite zuvor Mittwochmorgen angegeben. Schon vor Eintreffen des Hurrikans gebe es lebensbedrohliche Sturmfluten und extremen Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde, hieß es.

Für die Stadt Panama City Beach und andere tiefer gelegene Gebiete am „Panhandle“ gelten Zwangsevakuierungen. 2,4 Millionen Anwohner wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, so CNN. Mindestens 34 Notunterkünfte wurden demnach geöffnet. Floridas Gouverneur Rick Scott nannte den Hurrikan „monströs“.

Die nationale Wetterbehörde warnte vor umstürzenden Bäumen. Autos und die oberen Stockwerke von Häusern seien nicht sicher, wenn große Bäume in der Nähe stünden. Reporter von CNN sagten, in vielen Gegenden sei der Boden durch Regenfälle so aufgeweicht, dass Bäume leicht umstürzten. Demnach wurden Krankenhäuser und Tankstellen in Küstennähe geschlossen, auch Straßensperren seien wahrscheinlich. Regale in Läden waren leer gekauft. Schäden an Gebäuden, abgedeckte Dächer und langanhaltende Stromausfälle wurden erwartet.

Auch im Binnenland kann es gefährlich werden: Die Hurrikan-Warnung gilt laut CNN solange, bis der Sturm Georgia erreicht. Seine Winde erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Heftiger Regen soll in den kommenden Stunden und Tagen voraussichtlich auch in Teilen Georgias, North und South Carolinas und im Südosten Virginias fallen.

VideoFlorida wappnet sich für Hurrikan 'Michael'10.10.2018, 08:38 Uhr00:38 Min.Florida wappnet sich für Hurrikan 'Michael'

Trotz der Warnungen haben laut CNN-Berichten Menschen auch direkt an der Küste beschlossen, in ihren Häusern zu bleiben und den Sturm über sich ergehen zu lassen. Einige haben ihn demnach auch unterschätzt und kommen nun nicht mehr weg.

Überschwemmungen und Erdrutsche in Mittelamerika

Mitte vergangenen Monats hatte der Tropensturm „Florence“ die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North Carolina und South Carolina zu schweren Überschwemmungen geführt. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch „Florence“ und die Folgen des Sturms ums Leben.

In Teilen Mittelamerikas hat „Michael“ seine zerstörerische Kraft schon gezeigt. In San Salvador brachte er als Tropensturm starken Regen mit sich. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Laut Medienberichten starben drei Menschen.

Mehr zum Thema Hurrikan "Florence" Klimaforscher warnt: Klimawandel erhöht Sturmintensität Der Hurrikan «Florence», aufgenommen von ESA-Astronaut Alexander Gerst aus der internationalen Raumstation ISS.

An der Westspitze Kubas zog der Hurrikan am Montagnachmittag (Ortszeit) vorbei. Die Küste der westlichsten Provinz Pinar del Río wurde teilweise überschwemmt. Mehr als 125.000 Haushalte in der Region waren ohne Strom - die Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, „Granma“, sprach von jedem zweiten Haushalt. (dpa)

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