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19th of July 2018

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Zschäpe-Urteil: Was lebenslang bei besonderer Schwere der Schuld bedeutet

Zschäpe-Urteil im NSU-Prozess: Was lebenslang bei besonderer Schwere der Schuld bedeutet Danke für Ihre Bewertung! 0

Im NSU-Prozess ist die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München stellte am Mittwoch zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Doch was bedeutet das?

Lebenslange Haft ist die höchste Strafe in Deutschland. Sie wird am häufigsten bei Mord verhängt. Frühestens nach 15 Jahren kann die lebenslange Haft zur Bewährung ausgesetzt werden. Wird der Antrag eines Verurteilten auf Aussetzung der Reststrafe abgelehnt, kann er alle zwei Jahre neu gestellt werden.

Besondere schwere Schuld: Welche Konsequenzen diese Feststellung hat

Wenn das Gericht eine besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, kann der Täter allerdings nur in Ausnahmefällen – etwa bei hohem Alter oder schwerer Krankheit – nach 15 Jahren freikommen. Dass Zschäpe nach 15 Jahren wieder auf freien Fuß kommt, gilt als unwahrscheinlich. Eine Entscheidung hierüber fällt frühestens 2026 – dann laufen die 15 Jahre lebenslänglich ab. Die sieben Jahre in Untersuchungshaft seit 2011 werden Zschäpe angerechnet.

Eine besondere Schwere der Schuld kann vorliegen, wenn die Tat besonders verwerflich war, der Täter sehr brutal und grausam vorgegangen ist oder dem Opfer große Qualen zufügt hat.

Im Video: Beate Zschäpe – das ist Geschichte Lesen Sie auch Read More




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