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14th of November 2018

Sport



Nationalmannschaft: So serviert Joachim Löw seine gestandenen Stars ab

Boateng nicht für DFB-Elf nominiert: Wie Löw seine Weltmeister schleichend loswird

Jerome Boateng bleibt bei den letzten Länderspielen des Jahres zu Hause. Bundestrainer Joachim Löw verzichtet auf den Bayern-Profi, traut sich aber keinen harten Schnitt zu. Stattdessen stellt sich heraus, warum er nach der desaströsen Weltmeisterschaft nicht sofort mehrere Spieler aus dem Kader warf.

Der DFB verschickte sofort eine Erklärung für Jerome Boatengs Fehlen in der Nationalmannschaft. Offiziell ließ der Verband verlauten, der Bayern-Spieler dürfe nach Rücksprache mit dem Bundestrainer eine Pause machen, um an seiner Fitness arbeiten zu können. Wer den Umgang von Löw mit älteren Spielern in den vergangenen Jahren verfolgt hat, der vermutet aber, dass hinter der Nicht-Nominierung des Münchners mehr steckt.

Löw wählt seine Methode

Löw war noch nie ein Trainer mit harter Hand. Radikal durchgreifen – das ist nun wirklich nicht seine Art. Nach dem WM-Flop in Russland versprach der Bundestrainer zwar einen Umbruch – ohne aber seine Weltmeister um Sami Khedira, Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller zu verscheuchen. Löw macht es anders. Er macht es mit seiner Methode.

Will sich der Bundestrainer von einem älteren Spieler allmählich trennen, wählt er lieber die schleichende Variante und lädt ihn mit einer glaubhaften Begründung vorübergehend nicht mehr ein. Was zunächst nur nach einer Pause klingt, zieht sich dann in die Länge - und es scheint so, als lasse Löw die Zeit dann so lange für sich arbeiten, bis sich, nun ja, das Thema von selbst erledigt hat. Beispiele gefällig?

Ballack war das erste Opfer

Der erste renommierte Spieler, der sich dieser schleichenden Ausbootung unterziehen musste, war Michael Ballack. Der Ex-DFB-Kapitän verpasste 2010 die WM Südafrika wegen einer Fußverletzung. Regeneriert davon, wurde Ballack aber auch nach der (überraschend guten) Weltmeisterschaft vorerst nicht ins Nationalteam zurückberufen.

Löw entgegnete auf Nachfragen: "Ich traue Michael zu, dass er wieder den Sprung ins Nationalteam schafft". Und: "Michael ist Kapitän, wenn er wieder dabei ist". Dazu kam es aber nie mehr. Ein halbes Jahr später teilte Löw mit, dass er in Zukunft nicht mehr mit Ballack plane. Thema erledigt.

Nun wird offensichtlich, dass der Bundestrainer bei seinem jetzigen Umbruch nach selbigem Muster vorgeht. Sami Khedira war der erste Leidtragende. Der langjährige Nationalspieler wurde nach der WM vorerst nicht mehr berücksichtigt. Darauf angesprochen, wich Löw geschickt aus: "Mit Sami habe ich ein längeres Gespräch geführt. Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt Raum und Platz schaffen möchte auf dieser Position und dass wir zu gegebener Zeit weitersprechen."

Seitdem war von Khedira keine Rede mehr beim DFB-Team – und das wird vermutlich auch so bleiben. Geht es nun auch Boateng so?

Löw plant nur noch für die EM 2020

Der Münchner, in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, gehörte ebenfalls zu den Spielern, die nach dem Versagen in Russland angezählt wurden und über deren Zukunft in der Nationalmannschaft ausgiebig diskutiert wurde. 

Nun bekommt der Innenverteidiger überraschend eine Einsatzpause vom Bundestrainer, der klarmacht, ab sofort nur noch an die EM 2020 zu denken.

Ein Blick in die Vergangenheit führt zwangsläufig zur Frage: Kommt Boateng überhaupt nochmal zurück ins DFB-Team oder ist die als Pause begründete Nicht-Nominierung der Anfang vom Ende seiner Nationalmannschaftskarriere?

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