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22nd of January 2018

Wirtschaft



Air-Berlin-Insolvenz Bund bleibt wohl auf großem Teil des Kredits sitzen

Bisher ist noch nicht einmal die Hälfte des Kredits zurückgeflossen, den die staatliche KfW-Bank an Air Berlin vergeben hat. Der Bund muss wohl auf einen erheblichen Teil des Geldes verzichten.

Air-Berlin-Maschine (Archiv)

Air-Berlin-Maschine (Archiv)

Freitag, 12.01.2018   12:57 Uhr

Der staatlich verbürgte Kredit an Air Berlin wird wohl zu einem erheblichen Teil nicht zurückgezahlt werden. Bis zum 9. Januar flossen lediglich 61 der verbürgten 150 Millionen Euro zurück. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor.

"Es wird von weiteren Rückzahlungen ausgegangen", hieß es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums. Dabei wurde auch darauf verwiesen, dass die Bundesregierung nach dem "unerwarteten Ausfall" der Erlöse aus dem geplanten Verkauf der Air Berlin Tochter Niki an die Lufthansa bereits mitgeteilt hatte, dass der Kredit "wohl nur zum Teil zurückgezahlt werden kann". Der Bund werde "alles tun, den Schaden für den Steuerzahler zu begrenzen".

Aus dem Umfeld der Airline hieß es, dass lediglich die Hälfte des Geldes zurückgezahlt werde. Das berichtet das "Handelsblatt".

Niki-Verkaufsprozess stockt

Air Berlin hatte im August die Insolvenz angemeldet und zur Überbrückung des Flugbetriebs den Kredit der staatlichen KfW-Bank in Höhe von 150 Millionen Euro erhalten. Ein Teil der Airline wurde an die Lufthansa und an die britische Airline Easyjet verkauft.

Die Tochter Niki soll an die spanische Vueling gehen - der Verkaufsprozess stockt jedoch derzeit. Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagte gegenüber dem "Handelsblatt", Erlöse aus dem Verkauf von Niki würden nicht Air Berlin zufließen.

Die KfW-Bank hatte als Pfand für den Kredit die von Air Berlin gehaltenen Anteile an Niki bekommen. Niki musste nach dem Scheitern des Verkaufs an die Lufthansa ebenfalls Insolvenz anmelden. Flöther sagte dem "Handelsblatt", kein möglicher Käufer war nach der Insolvenz von Niki bereit, auch alle Verbindlichkeiten zu übernehmen. Der Verkaufserlös von Niki fließt in die Insolvenzkasse.

In der Antwort auf die parlamentarische Anfrage verwies die Regierung darauf, dass sie an den Verkaufsverhandlungen nicht beteiligt war und sich auch eine Einflussnahme auf das Verfahren aus rechtsstaatlichen Gründen verboten habe.

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