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20th of October 2018

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Handelsstreit Chinas Exportüberschuss gegenüber den USA auf Rekordhoch

Trotz Donald Trumps Kritik steigen die chinesischen Exporte in die USA weiter. Im September haben sie einen neuen Rekordwert erreicht. Weidmann und Scholz schwächen derweil die Befürchtungen für die Weltwirtschaft ab.

Containerschiff in China

Containerschiff in China

Freitag, 12.10.2018   08:42 Uhr

Inmitten des Handelsstreits ist Chinas Exportüberschuss gegenüber den USA auf ein Rekordhoch gestiegen. Im September lag er bei 34,13 Milliarden Dollar und damit gut drei Milliarden Dollar höher als im August, teilten die chinesischen Zollbehörden mit.

Seit Jahresbeginn summiert sich der Überschuss auf 225,79 Milliarden Dollar - vor einem Jahr waren es noch 196,01 Milliarden Dollar.

US-Präsident Donald Trump stört schon lange das hohe Defizit seines Landes im Handel mit China. Die beiden weltweit führenden Volkswirtschaften haben sich gegenseitig mit Strafzöllen auf Güter im Wert von Hunderten Milliarden Dollar überzogen. Erst kürzlich sagte Trump in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News: "Ich kann noch viel mehr machen." Die Chinesen hätten zu lange zu gut gelebt.

Insgesamt legten die chinesischen Ausfuhren im September um 14,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr zu. Die Importe stiegen zugleich um 14,3 Prozent und damit etwas weniger stark als vorhergesagt.

Offenbar geringere Auswirkungen auf Weltwirtschaft

Über den Streit zwischen den USA und China soll auch bei der IWF-Jahrestagung in Bali gesprochen worden sein. Bis zum Samstag kommen dort mehr als 30.000 Vertreter der internationalen Finanzelite zusammen. Sowohl Finanzminister Olaf Scholz als auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann haben bei dem Treffen die Befürchtungen gedämpft, ein Handelskrieg könnte einschneidende Folgen für die Weltwirtschaft haben.

"An dieser Stelle würde ich etwas entspannter sein im Moment", sagte Weidmann mit Blick auf die aktuelle Wirtschaftsentwicklung. Die jüngsten Kursrutsche an den Börsen bezeichnete Weidmann "eher als eine Normalisierung" und nicht als Anzeichen für eine Krise. Deutschland und die Weltwirtschaft seien weiterhin auf Wachstumspfad. Allerdings werde die Konjunktur an Fahrt verlieren.

Laut Scholz gebe es wegen einer Reihe von Anzeichen Grund zur Zuversicht: Die jüngste Handelsvereinbarung der USA mit Mexiko und Kanada gehörte dazu. Auch die Verhandlungen zwischen der EU und den USA liefen "vertrauensvoll und vernünftig". Allen Teilnehmern der Beratungen in Bali sei bewusst, dass eine weitere Eskalation der mit neuen und höheren Zöllen geführten Handelskonflikte schwerwiegende Folgen für Wachstum und Finanzstabilität haben dürfte. Daher müsse alles getan werden, eine Zuspitzung zu verhindern.

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