Add to favourites
News Local and Global in your language
14th of November 2018

Welt



"Entmilitarisierte Zone" in Idlib 23 Rebellen bei Angriff syrischer Regierungstruppen getötet

Das syrische Militär hat die Rebellenbastion Idlib angegriffen und 23 Menschen getötet. Es waren die heftigsten Kämpfe seit Einrichtung einer demilitarisierten Zone in dem Gebiet.

Zerstörungen in Idlib (Archivbild)

Zerstörungen in Idlib (Archivbild)

Freitag, 09.11.2018   14:15 Uhr

Bei einem Angriff auf die syrische Rebellenbastion Idlib sind laut Aktivisten 23 Menschen getötet worden. Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hätten am Freitag eine Stellung der Rebellengruppe Jaish al-Izza in der "entmilitarisierten Zone" attackiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Nach dem Angriff hätten sich die Regierungstruppen aus der Zone wieder zurückgezogen.

Die Türkei und Russland hatten am 17. September die Einrichtung einer 15 bis 20 Kilometer breiten Pufferzone um Idlib vereinbart, um eine Offensive der Truppen Assads abzuwenden. Gemäß der Vereinbarung sollten die Rebellen bis Mitte Oktober ihre schweren Waffen abziehen und die Dschihadisten die Zone komplett verlassen, die unter die Kontrolle der türkischen Armee und der russischen Militärpolizei gestellt werden soll.

Obwohl die Dschihadisten die Zone nicht vor Ablauf der Frist verließen, zeigte sich Russland zufrieden mit der Umsetzung des Abkommens, was als Verlängerung der Frist an die Dschihadisten gedeutet wurde. Moskau scheint bisher gewillt, eine Offensive seines Verbündeten Assad auf die letzte Rebellenbastion in Syrien zu verhindern. Assad gibt sich aber entschlossen, ganz Syrien wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

Schwerste Attacke seit Einrichtung der Pufferzone

Nach Angaben der Beobachtungsstelle war der Angriff auf Jaish al-Izza im Norden der Provinz Hama die bisher schwerste Attacke in der Region seit Einrichtung der Pufferzone. Die Armee habe dabei versucht, ein Gebäude von den Rebellen zu erobern, erklärte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien, die ihre von unabhängiger Seite schwer zu überprüfenden Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht. Zu Verlusten der Regierungstruppen machte sie keine Angaben.

Jaish al-Izza ist eine vorwiegend in der Region von Lataminah aktive Rebellengruppe, die zuvor von den USA unterstützt wurde. (Lesen Sie hier mehr zu den verschiedenen Rebellenbündnissen in Idlib.) Sie gehört nicht zur Nationalen Befreiungsfront, in der sich auf Betreiben der Türkei mehrere Rebellengruppen in Idlib zusammengeschlossen hatten. Jaish al-Izza hatte zunächst die türkisch-russische Vereinbarung abgelehnt, aber unter türkischem Druck nachgegeben und ihre schweren Waffen abgezogen.

Read More




Leave A Comment

More News

tagesspiegel.de: Welt

SPIEGEL ONLINE -

SAZ-Aktuell

Deutsche Welle: DW-.WORLD.DE

derStandard.at ›

Disclaimer and Notice:WorldProNews.com is not the owner of these news or any information published on this site.