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22nd of January 2018

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Salmonellengefahr Babymilch-Skandal in Frankreich - 83 Länder betroffen

Der Skandal um mit Salmonellen verseuchte Babymilch aus Frankreich weitet sich aus. Dutzende Babys sind erkrankt, 83 Länder betroffen, mehr als zwölf Millionen Packungen zurückgerufen. Jetzt äußert sich der Chef.

Babymilchprodukte in einem französischen Supermarkt SEBASTIEN NOGIER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Babymilchprodukte in einem französischen Supermarkt

Sonntag, 14.01.2018   10:25 Uhr

Öffentlich hatte sich Emmanuel Besnier noch nicht geäußert. Nun aber kam der Chef des französischen Lactalis-Konzerns offenbar nicht mehr daran vorbei. Denn von dem Skandal um mit Salmonellen verunreinigte Babymilch aus seinem Hause sind mittlerweile 83 Länder betroffen. Weltweit werden mehr als zwölf Millionen Packungen zurückgerufen, wie Besnier der französischen Zeitung "Journal du dimanche" sagte.

Besnier versprach allen betroffenen Familien eine Entschädigung. Die Folgen für die Konsumenten, darunter Babys unter sechs Monaten, seien für ihn Anlass zu "sehr großer Sorge".

Auch ein Baby in Spanien erkrankt

Der Molkereikonzern Lactalis hatte wegen der Salmonellengefahr bereits im Dezember weltweit Tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen, nachdem mehr als 30 Babys in Frankreich erkrankt waren. Mittlerweile ist auch ein Baby in Spanien erkrankt, ein weiterer Fall in Griechenland wird noch geprüft.

Salmonellen sind Bakterien, die sich im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren vermehren. Die Erreger gelangen meist über Lebensmittel in den Verdauungstrakt*. Dort können sie Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen. Als weitere Symptome gelten Kopf- und Bauchschmerzen, allgemeines Unwohlsein und gelegentlich auch Erbrechen. Häufig wird die Erkrankung von leichtem Fieber begleitet.

Bei den meisten Patienten halten die Beschwerden mehrere Tage an und klingen dann von allein ab. Babys sind genau wie Kleinkinder, Senioren und Kranke besonders gefährdet*. Bei ihnen kann der Verlauf der Krankheit länger dauern und schwerer ausfallen. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Verlust von Flüssigkeit und Salzen. In schweren Fällen kann dies zu Kreislaufkollaps oder Nierenversagen und sehr selten zum Tod führen.

Für die Erkrankten ist es wichtig, viel zu trinken. Bei Babys und Kleinkindern sollte zudem ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt vor allem, wenn Durchfall oder Erbrechen besonders stark sind oder länger als zwei bis drei Tage anhalten und zusätzlich Fieber auftritt.

In Deutschland soll es keine Lactalis-Babymilch geben

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Lactalis ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt. In Deutschland verkauft der Hersteller nach eigenen Angaben keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen.

Nach einem Treffen mit dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Freitag ordnete der Konzern an, alle Babymilchprodukte aus seiner Fabrik in Craon in Westfrankreich aus dem Handel zu nehmen.

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